Achten Sie auf den Fisch
Alles wird mehr, wenn wir miteinander teilen. So könnte eine ganz schlichte Interpretation des seit einigen Jahren wieder sehr gebräuchlichen Fisch-Symbols lauten.
Tatsächlich könnte das Fisch-Symbol ein Erkennungs- und Geheimzeichen in den Urgemeinden des frühen Christentums gewesen sein. Das altgriechische Wort für „Fisch“ (ichthýs),
ein Akronym – d.h. ein aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter gebildetes Kurzwort – enthält ein kurzgefasstes Glaubensbekenntnis: I=Jesus, Ch=Christus, Th=Gottes, y=Sohn, S=Retter (Erlöser), also: „Jesus Christus (der Gesalbte), Gottes Sohn, der Retter (Erlöser)“. Wer mag, kann bei Wikipedia, im Internet und in einschlägiger Fachliteratur weiter forschen – eine lohnende Sache. Naheliegend ist auch die Parallele zur Brotvermehrung.
Da heißt es im Johannes-Evangelium, 6, 1-15: „Es ist ein Knabe da, der fünf Gerstenbrote hat und zwei Fische. Aber was ist das für so viele? (…) Nun nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und verteilte sie an (…) die Männer, an Zahl etwa fünftausend, ebenso auch von den Fischen, soviel sie wollten.“ Wir fanden es wichtig, an dieser Stelle kurz auf die tiefere Bedeutung des Fischsymbols hinzuweisen. Es wäre doch zu schade, wenn religiöse Geschenke mit dem Fisch-Symbol ohne Kenntnis des Hintergrunds verschenkt werden. Meinen Sie das auch?
